Samstag, 24. Oktober 2015

Bilder aus der Schöpfungsgeschichte der Erde



Hanau – (grü) Ein Riss durchzieht die ockerfarbene Fläche und wird zur Spalte. Dahinter schimmert zartes Blau. Die Ahnung von etwas Neuem. Die Malerin Usha Gabel – Singh und Mitglied der Künstlergruppe Umbria, lebt seit vielen Jahren in Klein – Auheim. Doch ihre indischen Wurzeln sind immer spürbar. Es sind die ockerfarbenen Erdtönen die Gabel – Singh mit ihrer Heimat verbinden und diese sind immer präsent. Gemeinsam
mit dem Hannoveraner Bildhauer Uwe Wiedemann, der mit einigen seiner Skulpturen vertreten ist, ist ihr Werk zu Zeit im Süd Foyer des Congress Park Hanau zu sehen. „Ich habe mir von einer Rajasthanreise Erdpigmente mitgebracht“, sagt Gabel – Singh, „und diese in einige der Bilder eingearbeitet.“  Neben den Erdtönen finden sich jedoch weitere Fragmente indischer Herkunft in den Werken, wie  Teile von Jutesäcken oder tibetischer Gebetsfahnen. Immer aber findet der Betrachter das Element Erde in ihren Bildern. In den aufstrebenden Rottönen, die den Schaffensprozess „Prometheus“ versinnbildlichen, der als Feuerbringer und Kulturstifter der Menschheit gilt, ebenso wie in der Bilderserie „Song of Silence“ mit ihren sanften Übergängen in alle denkbaren Farbnuancen des Erdreichs. Und immer ist da irgendwo ein Riss, eine Kante, ein Abbruch oder ein Spalt durch den etwas anderes, unbekanntes sichtbar wird.
Der Schaffensprozess ist auch für Wiedmann bestimmender Ausdruck seiner Exponate. Zellstrukturen in Kalkstein gehauen etwa, oder die Nachempfindung einer Wirbelsäule aus Holz erzählen vom Leben und seiner Unterschiedlichkeit
Die Werkschau der beiden Künstler ist noch bis 17.11. zu sehen. Jeweils dienstags und donnerstags zwischen 16 und 18 Uhr.

Kommentare:

  1. Der Bildhauer, der zusammen mit Usha Gabel-Singh ausstellt, heißt Lutz Wiedemann.

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  2. Der Bildhauer, der zusammen mit Usha Gabel-Singh ausstellt, heißt Lutz Wiedemann.

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